Mit dem 10. Platz beim Ironman Florida gelang mir am Samstag also doch noch ein guter Ironman in 2008. Dabei sah es nach dem Schwimmen nicht wirklich gut aus: Nach 58 Minuten wurde ich mit ordentlich Rückstand nach vorne an Land gespült. Ich habe keine Ahnung, was los war?! Ich hatte die letzten Wochen super trainiert, aber am Raceday hatte ich einfach kein Wassergefühl und keinen Punch – Shit happens.
Auf dem Rad war es dann anfangs eine ziemlich einsame Angelegenheit, vor allem die langen Geraden (und niemand in Sicht) wirkten nicht gerade motivierend. Mit konstantem Druck konnte ich mich aber dann doch weiter nach vorne arbeiten. Es zeigte sich mal wieder, wie viel Geduld im Ironman bedeutet! Bei Kilometer 120 musste ich mich leider wieder übergeben, was ich auf´s Gatorade zurück führte. Ab da an nahm ich nur noch Wasser und Powergel zu mir.
Hinter den beiden Führenden Evans und Sindballe hatte sich leider eine recht große Gruppe gebildet, was denn Ausgang beeinflussen sollte, da mein Rückstand nach den 180 km schon ziemlich heftig war. Das ist auch der Punkt, der mich ein bisschen ärgert, denn wenn es mir gelungen wäre, meine Schwimmleistung abzurufen, hätte ich in dieser Gruppe dabei sein können. Aber wenn und hätte zählt nun mal nicht, und so machte ich mich als 18. auf die Verfolgung. Die ersten 10,5 Kilometer bis zum Wendepunkt lief ich recht locker im 4er Schnitt an. Der Abschnitt zu Ziel (Halbmarathon) wurde dann schon etwas härter, aber ich dachte mir, Wer nicht wagt der nicht gewinnt! Den Halbmarathon lief ich genau in 1:24 durch. Doch ab jetzt wurde es schon ziemlich hart, wobei v.a. meine Oberschenkel ziemlich fest waren. Ich musste ziemlich kneifen auf der 2. Runde, war aber super froh, dass ich ohne größere Probleme durchlaufen konnte. Mit dem schnellsten Marathon des Tages (2:55:00) schaffte ich es gerade noch nach 8:35h in die Top Ten!
Beeindruckend war die Leistung von Tom Evans: 8:07:59 – Wahnsinn. Es war wirklich ziemlich choppy beim Schwimmen und windig beim Radfahren, also kein wirklich schneller Tag.
Der 10. Platz ist natürlich genau die richtige Motivation für nächstes Jahr. Die Ernährungsumstellung scheint zu greifen, auch im Training habe ich in der Vorbereitung einiges anders gemacht. Die nächsten Wochen werde ich mich erst einmal komplett erholen, um auch meine Speicher mal wieder richtig aufzufüllen, denn 100% fit bin ich noch nicht wieder. Es hat sich aber gelohnt, die Saison nach Wiesbaden nicht abzubrechen, denn abgesehen von den Wettkampfergebnissen war es hier in den USA wieder einmal eine tolle Zeit: Ich habe viel dazugelernt, super nette Leute kennengelernt und wieder getroffen, tolle neue Rennen gemacht
It was the right boost for 2009!!!